Luxemburg hat ein gemäßigtes Klima ohne Extreme: kühle, feuchte Winter und warme statt heiße Sommer. Die Jahreszeit zählt hier weniger als der Wochentag, aus dem unten genannten Grund.
Frühjahr — April bis Juni
Die beste Zeit fürs Land. Müllerthal und Ardennen sind im Mai am schönsten, wenn die Buche austreibt, und die Saubohnen des Nationalgerichts haben Saison. Pfingsten bringt die Echternacher Prozession, das eigenwilligste Ereignis des Luxemburger Kalenders.
Sommer — Juli und August
Warm, mit Höchstwerten meist um fünfundzwanzig Grad. Festivalzeit: die Blues'n'Jazz Rallye im Grund und in Clausen, das Mittelalterfest in Vianden, Freiluftkonzerte in Wiltz.
Ende August folgt die Schueberfouer, 1340 von Johann dem Blinden gegründet und heute die größte Kirmes der Region, zweieinhalb Wochen auf dem Glacis. Sie ist eine echte nationale Institution und kein Besucherereignis.
Herbst — September und Oktober
Die Weinlese an der Mosel mit Dorffesten und die sich verfärbenden Ardennen. Ausgezeichnetes Wanderwetter und geringere Nachfrage nach Unterkünften.
Winter — November bis März
Häufiger grau und feucht als verschneit, wobei die Ardennen meist Schnee bekommen. Die Weihnachtsmärkte in Luxemburg-Stadt verteilen sich auf mehrere Plätze, sind angenehm und kompakt, mit Eisbahn auf der Place Guillaume II. Burgen verkürzen ihre Öffnungszeiten.
Das Wochentagsproblem
Das unterscheidet Luxemburg von den meisten Zielen: Es ist eine Geschäfts- und Institutionenstadt, in die täglich rund 200 000 Grenzgänger kommen. Die Hotelpreise folgen dieser Nachfrage, weshalb Wochenenden deutlich günstiger sind als Werktage, oft um die Hälfte.
Die Kehrseite: Die Hauptstadt ist samstags und sonntags ruhig, manche Lokale bleiben zu. Für Besucher spricht die Abwägung meist fürs Wochenende.
Kurz gefasst
Zum Wandern im Mai oder September. Für die Prozession zu Pfingsten. Für die Kirmes Ende August. Und wann auch immer: lieber freitags anreisen als montags.
Das Licht
Die Breitenlage macht sich bemerkbar: Im Juni ist es bis gegen zweiundzwanzig Uhr hell, im Dezember wird es vor siebzehn Uhr dunkel. Im Winter empfiehlt es sich, Außenbesichtigungen zwischen zehn und sechzehn Uhr zu legen und Museen für den späten Nachmittag aufzuheben.